Diagnose Schwangerschaftsdiabetes

Erst Fluch dann Segen?

Schade! Dieser Kelch ist leider nicht an mir vorübergegangen. Die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes oder auch Gestationsdiabetes genannt, ist nun gestellt und nicht mehr zu ändern. Obwohl keine Diabetes in meiner Familie vorliegt und ich auch nicht übergewichtig bin, was das Risiko ja erhöhen soll, muss ich mich wegen leicht erhöhter Werte beim Test nun damit auseinandersetzen.

Bei der Ernährungsberatung, die man aufsuchen muss, erhält man natürlich viele Informationen und auch das Blutzuckermessgerät, um die eigenen Werte zu überwachen.

Kurz gesagt gerät durch die Schwangerschaft der Hormonhaushalt durcheinander und es kann somit zu einer Insulinresistenz kommen. Das Insulin wirkt nicht mehr entsprechend und eine Mehrproduktion erfolgt nicht. Somit bleibt der Zucker zu lange im Blut und wird nicht in die Zellen abtransportiert, damit dem Körper Energie zur Verfügung steht.

Folgen einer Schwangerschaftsdiabetes können ein übermäßiges Wachstum des Kindes sein, was wiederum zu Komplikationen bei der Geburt führen kann sowie die Gefahr einer späteren Diabetes bei Frau und Kind.

Was kann man dagegen tun?                                                        Zunächst führt der Weg ganz einfach über eine Ernährungsumstellung, was meistens auch von Erfolg gekrönt ist. Ansonsten muss Insulin gespritzt werden.

Wie geht`s jetzt weiter

Kuchen, Eis, Kekse, Chips, Schokolade… – Oh ihr lieblichen Sünden. Müssen wir uns wirklich trennen? Es bleibt nur eins zusagen: Es liegt nicht an euch, es liegt an mir.

Der Blutzuckerspiegel steigt durch Kohlenhydrate und Zucker an. Daher heißt es nun schlechte Kohlenhydrate und Zucker meiden oder stark reduzieren. Ich möchte hier auch erwähnen, dass jeder Körper auf bestimmte Nahrugsmittel unterschiedlich reagiert. Bei dem einen steigt der Blutzucker stark an, beim anderen passiert nicht viel. Daher messen und reagieren.

Von nun an sieht der Speiseplan aber etwas anders aus. 

Die Weißmehlprodukte soweit es geht weglassen  und dafür nur noch Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis essen. Hat den Vorteil, dass der Blutzucker nicht so schnell nach oben schießt, sondern langsam ansteigt und der Körper das so besser verarbeiten kann. Kartoffeln in Maßen.  Wer viele Kohlenhydrate reduzieren will, kann auch mit Mandelmehl oder Sojamehl backen. Achtung auch bei Obst, das durch den Fruchtzucker zu hohen Werten führen kann. Die Empfehlung lautet, eine handvoll Obst als Zwischenmahlzeit ist ok, kann auch mehrmals am Tag sein. Dabei auf Bananen und Trauben, Ananas, Mango und Trockenfrüchte weitestgehend verzichten.

Fisch, Fleisch, Gemüse kann man essen. Milchprodukte auch, aber etwas auf den Fettgehalt achten. Alles in allem soll man sich also einfach gesund ernähren, kleinere Portionen essen und besser kleine Zwischenmahlzeiten einbauen. Und sicher tränt machmal mein Auge, wenn ich auf das leckere Stück Kuchen verzichte, aber mit der bewussteren Ernährung geht es mir auch wirklich gut. Es ist vielmehr erschreckend, wie schrecklich süß ein Stück Schokolade ist, wenn man dann doch mal eines nascht. Ich denke, dass wir ziemlich abhängig von vielen ungesunden Lebensmitteln sind, die zu süß sind und eigentlich gar keinen Nährwert haben. Der Industrie schadets nicht, aber unserem Körper.

Daher wird der erstmalige Fluch der Schwangerschaftsdiabetes auch etwas zum Segen. Und es macht mir Spaß mich mit Alternativen zu meiner bisherigen Ernährung auseinanderzusetzen. Es gibt zum Beispiel tolle Low Carb Rezepte oder wie schon erwähnt backen mit Mandelmehl oder ganz einfach verschiedene Süßstoffe statt Zucker. Es gibt viel zu entdecken – daher werde ich Rezepte hier posten, um für andere Betroffene leckeren Input (im wahrsten Sinne des Wortes) zu schaffen, damit die Zeit der Schwangerschaft trotz der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes genossen werden kann.

 

1 Kommentar

  1. […] Anmerkungen stehen meine persönlichen Erfahrungen zu bestimmten Lebensmitteln. In meinem Artikel Diagnose Schwangerschaftsdiabetes habe ich ja auch bereits allgemeine Infos zum Thema […]

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